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Die Gegenwart finden

Kapitel 13 VI.

1. Wahrheitsgemäß wahrnehmen heißt, der ganzen Wirklichkeit gewahr zu sein durch das Gewahrsein deiner eigenen Wirklichkeit. 2 Aber hierfür dürfen keine Illusionen deinen Blick verstellen, denn die Wirklichkeit lässt keinen Raum für irgendeinen Irrtum. 3 Das heißt, dass du einen Bruder nur so wahrnimmst, wie du ihn jetzt siehst. 4 Seine Vergangenheit hat in der Gegenwart keine Wirklichkeit, und deshalb kannst du sie nicht sehen. 5 Deine vergangenen Reaktionen ihm gegenüber sind ebenfalls nicht da, und reagierst du auf sie, dann siehst du nur ein Bild von ihm, das du gemacht hast und das dir an seiner Stelle lieb und teuer ist. 6 Frage dich bei deinem Infragestellen von Illusionen, ob es wirklich vernünftig ist, das, was vergangen ist, als gegenwärtig wahrzunehmen. 7 Wenn du dich an die Vergangenheit erinnerst, während du auf deinen Bruder schaust, wirst du unfähig sein, die Wirklichkeit, die jetzt ist, wahrzunehmen. 2. Du siehst es als »natürlich« an, deine vergangene Erfahrung als Bezugspunkt zu benutzen, von dem aus du die Gegenwart beurteilst. 2 Doch das ist unnatürlich, weil es wahnhaft ist. 3 Wenn du gelernt hast, jeden anzusehen, ohne dich überhaupt auf die Vergangenheit zu beziehen – egal ob seine oder deine, wie du sie wahrgenommen hast –, dann wirst du fähig sein, von dem zu lernen, was du jetzt siehst. 4 Denn die Vergangenheit kann keinen Schatten werfen, um die Gegenwart zu verdunkeln, es sei denn, du hast Angst vor Licht. 5 Und nur wenn dem so ist, würdest du dich dazu entscheiden, die Dunkelheit mitzubringen und sie dadurch, dass du sie in deinem Geiste festhältst, als dunkle Wolke zu sehen, die deine Brüder verhüllt und ihre Wirklichkeit vor deiner Sicht verbirgt. 3. Diese Dunkelheit ist in dir. 2 Der CHRISTUS, wie ER SICH dir jetzt offenbart, hat keine Vergangenheit, denn ER ist unwandelbar, und in SEINER Unwandelbarkeit liegt deine Befreiung. 3 Denn wenn ER ist, wie ER erschaffen wurde, ist keine Schuld in IHM. 4 Keine Wolke der Schuld ist heraufgezogen, um IHN zu verschleiern, und ER offenbart SICH in jedem, dem du begegnest, weil du IHN durch IHN SELBER siehst. 5 Von neuem geboren werden heißt die Vergangenheit loslassen und die Gegenwart ohne Verurteilung betrachten. 6 Die Wolke, welche GOTTES SOHN vor dir verschleiert, ist die Vergangenheit, und wenn du möchtest, dass sie vorüber und vergangen sei, darfst du sie jetzt nicht sehen. 7 Wenn du sie jetzt in deinen Illusionen siehst, ist sie nicht von dir gewichen, obwohl es sie nicht gibt. 4. Die Zeit kann sowohl befreien als auch gefangen nehmen, je nachdem, wessen Deutung von ihr du anwendest. 2 Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nicht kontinuierlich, wenn du ihnen keine Kontinuität aufzwingst. 3 Du kannst sie als kontinuierlich wahrnehmen und sie für dich dazu machen. 4 Aber täusche dich nicht und glaube dann, dem sei so. 5 Denn glauben, dass die Wirklichkeit so ist, wie du sie haben möchtest, entsprechend der Verwendung, die du für sie hast, ist wahnhaft. 6 Du möchtest die Kontinuität der Zeit zerstören, indem du sie für deine eigenen Zwecke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufteilst. 7 Du möchtest die Zukunft auf der Basis deiner vergangenen Erfahrung vorhersehen und entsprechend für sie planen. 8 Doch dadurch verknüpfst du Vergangenheit und Zukunft miteinander und lässt nicht zu, dass das Wunder, das zwischen sie treten könnte, dich befreit, damit du von neuem geboren wirst. 5. Das Wunder versetzt dich in die Lage, deinen Bruder ohne seine Vergangenheit zu sehen und ihn dadurch als von neuem geboren wahrzunehmen. 2 Seine Fehler sind sämtlich vergangen, und indem du ihn ohne sie wahrnimmst, befreist du ihn. 3 Und da seine Vergangenheit die deine ist, hast du an dieser Befreiung teil. 4 Lass keine dunkle Wolke aus deiner Vergangenheit ihn vor dir verschleiern, denn die Wahrheit liegt nur in der Gegenwart, und du wirst sie finden, wenn du sie dort suchst. 5 Du hast sie dort gesucht, wo sie nicht ist, und hast sie deshalb nicht gefunden. 6 Lerne also, sie dort zu suchen, wo sie ist, und sie wird Augen dämmern, die sehen. 7 Deine Vergangenheit wurde im Ärger gemacht, und wenn du sie verwendest, um die Gegenwart anzugreifen, wirst du die Freiheit nicht sehen, die die Gegenwart in sich birgt. 6. Richten und Verurteilen liegen hinter dir, und wenn du sie nicht mitbringst, wirst du sehen, dass du frei von ihnen bist. 2 Schau liebevoll auf die Gegenwart, denn sie birgt die einzigen Dinge, die für immer wahr sind. 3 Alle Heilung liegt in ihr, denn ihre Kontinuität ist wirklich. 4 Sie dehnt sich gleichzeitig zu allen Aspekten der SOHNSCHAFT aus und ermöglicht ihnen so, einander zu erreichen. 5 Die Gegenwart ist, bevor die Zeit war, und sie wird sein, wenn die Zeit nicht mehr ist. 6 In ihr sind alle Dinge, die ewig sind, und sie sind eins. 7 Ihre Kontinuität ist zeitlos und ihre Kommunikation ununterbrochen, denn sie sind nicht durch die Vergangenheit getrennt. 8 Nur die Vergangenheit kann trennen, und sie ist nirgends. 7. Die Gegenwart bietet dir deine Brüder in dem Licht an, das dich mit ihnen vereint und von der Vergangenheit befreit. 2 Möchtest du ihnen also die Vergangenheit zur Last legen? 3 Denn wenn du das tust, dann beschließt du, in der Dunkelheit zu bleiben, die es nicht gibt, und lehnst es ab, das Licht anzunehmen, das dir angeboten wird. 4 Denn das Licht der vollkommenen Schau wird unbeschränkt gegeben, wie es auch unbeschränkt empfangen wird, und es kann nur ohne Begrenzung angenommen werden. 5 In dieser einen, stillen Dimension der Zeit, die sich nicht wandelt und in der kein Anblick dessen existiert, was du gewesen bist, schaust du auf CHRISTUS und rufst SEINE Zeugen an, damit sie auf dich leuchten, weil du sie aufgerufen hast. 6 Und sie werden die Wahrheit in dir nicht verleugnen, weil du sie in ihnen gesucht und dort gefunden hast. 8. Jetzt ist die Zeit der Erlösung, denn jetzt ist die Befreiung von der Zeit. 2 Reiche zu allen deinen Brüdern hin und berühre sie mit der Berührung CHRISTI. 3 In der zeitlosen Vereinigung mit ihnen liegt deine Kontinuität, und zwar ununterbrochen, weil du sie voll und ganz mit ihnen teilst. 4 Der schuldlose SOHN GOTTES ist nur Licht. 5 Nirgends in ihm ist Finsternis, denn er ist ganz. 6 Rufe alle deine Brüder, um seine Ganzheit zu bezeugen, wie ich dich rufe, dich mit mir zu verbinden. 7 Jede Stimme hat einen Part im Lied der Erlösung, dem Lobgesang der Freude und des Dankes für das Licht an des Lichtes SCHÖPFER. 8 Das heilige Licht, das aus dem SOHNE GOTTES leuchtet, bezeugt, dass sein Licht von seinem VATER ist. 9. Leuchte auf deine Brüder in Erinnerung an deinen SCHÖPFER, denn du wirst dich SEINER erinnern, indem du die Zeugen für SEINE Schöpfung aufrufst. 2 Diejenigen, die du heilst, legen Zeugnis ab für deine Heilung, denn in ihrer Ganzheit siehst du deine eigene. 3 Und wenn deine Lobgesänge der Freude und des Preises zu deinem SCHÖPFER aufsteigen, wird ER deinen Dank erwidern in SEINER klaren ANTWORT auf deinen Ruf. 4 Denn es kann niemals sein, dass SEIN SOHN IHN anruft und ohne Antwort bleibt. 5 SEIN RUF an dich ist nur dein Ruf an IHN. 6 Und in IHM ist dir geantwortet durch SEINEN Frieden. 10. Kind des LICHTS, du erkennst nicht, dass das Licht in dir ist. 2 Doch wirst du es durch seine Zeugen finden, denn da du ihnen das Licht gegeben hast, werden sie es dir wiedergeben. 3 Jeder, den du im Licht siehst, bringt dir dein Licht näher ins Bewusstsein. 4 Liebe führt immer zu Liebe. 5 Die Kranken, die um Liebe bitten, sind dankbar für sie, und in ihrer Freude leuchten sie in heiligem Dank. 6 Das schenken sie dir, der du ihnen Freude brachtest. 7 Sie sind deine Führer zur Freude, denn da sie sie von dir empfangen haben, möchten sie sie bewahren. 8 Du hast sie als deine Führer zum Frieden eingesetzt, denn du hast ihn in ihnen manifest gemacht. 9 Und da du ihn siehst, ruft seine Schönheit dich nach Hause. 11. Es gibt ein Licht, das diese Welt nicht geben kann. 2 Du aber kannst es geben, so wie es dir gegeben wurde. 3 Und indem du es gibst, leuchtet es auf, dich aus der Welt zu rufen und ihm zu folgen. 4 Denn dieses Licht wird dich anziehen, wie es sonst nichts in dieser Welt vermag. 5 Und du wirst die Welt weglegen und eine andere finden. 6 Diese andere Welt erstrahlt in Liebe, die du ihr gegeben hast. 7 Hier wird dich alles an deinen VATER erinnern und an SEINEN heiligen SOHN. 8 Das Licht ist unbegrenzt und ergießt sich über diese Welt in ruhiger Freude. 9 Alle, die du mit dir gebracht hast, werden auf dich leuchten, und du wirst dankbar auf sie leuchten, weil sie dich hierher gebracht haben. 10 Dein Licht wird sich mit ihrem Licht in einer Macht verbinden, die so unwiderstehlich ist, dass sie die anderen aus dem Dunkel ziehen wird, wenn du auf sie blickst. 12. Zu CHRISTUS zu erwachen heißt, den Gesetzen der Liebe aus freiem Willen nachzufolgen und aus dem stillen Erkennen der Wahrheit in ihnen. 2 Die Anziehungskraft des Lichtes muss dich willig zu sich ziehen, und Bereitwilligkeit wird durch Geben kundgetan. 3 Diejenigen, die Liebe von dir annehmen, werden zu deinen willigen Zeugen für die Liebe, die du ihnen gabst, und sie sind es, die sie dir anbieten. 4 Im Schlaf bist du allein, und dein Bewusstsein ist auf dich selber eingeengt. 5 Das ist der Grund, weshalb Alpträume kommen. 6 Du träumst von Isolation, weil deine Augen zu sind. 7 Du siehst deine Brüder nicht, und in der Dunkelheit kannst du nicht auf das Licht schauen, das du ihnen gegeben hast. 13. Und dennoch sind die Gesetze der Liebe nicht außer Kraft gesetzt, nur weil du schläfst. 2 Du bist ihnen durch alle deine Alpträume hindurch gefolgt und bist in deinem Geben treu gewesen, denn du warst nicht allein. 3 Sogar im Schlaf hat CHRISTUS dich beschützt und die wirkliche Welt für dich gesichert, wenn du erwachst. 4 In deinem Namen hat ER für dich gegeben und dir die Gaben geschenkt, die ER gegeben hat. 5 GOTTES SOHN ist immer noch so liebevoll wie sein VATER. 6 Da er mit seinem VATER ein Kontinuum bildet, hat er keine Vergangenheit getrennt von IHM. 7 So hat er niemals aufgehört, seines VATERS Zeuge und sein eigener zu sein. 8 Obwohl er schlief, hat CHRISTI Schau ihn nicht verlassen. 9 Und deshalb kann er die Zeugen zu sich rufen, die ihn lehren, dass er niemals schlief.

Veröffentlicht unter EKIW Übungen

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